Spiritismus

Was er ist
  • Es sind die in den Werken von Allan Kardec enthaltenen Prinzipien und Gesetze, die von den höheren Geistern offenbart wurden. Diese Werke bilden die sogenannte "Spiritistische Kodifikation" (Spiritistische Erfassung): Das Buch der Geister, Das Buch der Medien, Das Evangelium nach dem Spiritismus, Der Himmel und die Hölle und Die Genesis.

  • "Der Spiritismus ist eine Wissenschaft, die sowohl die Natur, den Ursprung und das Schicksal der Geister, als auch ihre Beziehungen mit der körperlichen Welt erforscht“. Allan Kardec (Über das Wesen des Spiritismus  – Präambel)

  • "Der Spiritismus verwirklicht, was Jesus über den versprochenen Tröster behauptete (Johannes 14:15-17,26): Die Kenntnis aller Dinge, damit der Mensch erfährt, woher er kommt, wohin er geht und warum er auf der Erde ist; er zieht einen zu den wahren Prinzipien des göttlichen Gesetzes an und tröstet durch den Glaube und durch die Hoffnung“. Allan Kardec (Das Evangelium nach dem Spiritismus – Kapitel VI – 4)

Was er offenbart
  • Er offenbart neue und tiefere Konzepte in bezug auf Gott, auf das Universum, auf den Menschen, auf Geister und auf die Gesetze, die das Leben regeln.

  •  Er offenbart noch, was wir sind, woher wir kamen, wohin wir gehen werden, was das Ziel unserer irdischen Existenz ist und welchen Sinn haben Schmerzen und Leiden.

Was er umfasst
  •  Indem er neue Konzepte über den Menschen und alles um ihn herum einbringt, beruht der Spiritismus auf allen Bereichen des Wissens, der Aktivitäten und des Verhaltens des Menschen, und öffnet eine neue Ära für die Erneuerung der Menschheit.

  • Er kann und soll gelernt, analysiert und in allen grundsätzlichen Aspekten des Lebens geübt werden, wie beispielsweise wissenschaftlich, philosophisch, religiös, ethisch, moralisch, erzieherisch und gesellschaftlich.

Was er lehrt (grundsätzliche Aspekte)
  •  Gott ist die höchste Intelligenz und der Ursprung von allem. Er ist ewig, unveränderlich, immateriell, einzig, allmächtig, souverän gerecht und gut.

  • Das Universum ist Schöpfung Gottes. Es umfasst alle denkenden und nicht denkenden, lebendigen und nicht lebendigen, materiellen und immateriellen Wesen.

  • Ausser der körperlichen Welt, welche der Lebensraum der inkarnierten (einverleibten) Geister (Menschen) ist, gibt es die geistige Welt, die der Lebensraum der desinkarnierten (nicht einverleibten) Geister darstellt.

  • Im Universum gibt es andere bewohnte Welten, in denen verschiedene Wesen in verschiedenen Entwicklungsebenen (-stadien) existieren. Sie sind gleich, mehr oder weniger entwickelt als der Mensch.

  • Alle Naturgesetze sind von Gott geschaffen worden. Sie umfassen sowohl die physischen als auch die moralischen Gesetze.

  • Der Mensch ist ein inkarnierter (einverleibter) Geist (Esprit, Spirit) in einem materiellen Körper. Der Perisprit (Geisterhülle) ist der halbmaterielle Körper, der den Geist mit dem materiellen Körper verbindet.

  • Die Geister sind die intelligenten Wesen der Schöpfung. Sie bilden die geistige Welt, die vor allem physischen Sein gewesen ist und alles Materielle überdauern wird.

  • Die Geister werden einfach und unwissend erschaffen. Sie entwickeln sich intellektuell und moralisch, indem sie von einer niederen zu einer höheren Ebene aufsteigen, bis sie die Vollkommenheit erreicht haben, wo sie eine unveränderliche Freude geniessen.

  • Die Geister bewahren ihre Individualität vor, während und nach jeder neuen Inkarnation.

  • Die Geister reinkarnieren so viele Male, wie es für ihre eigene Entwicklung notwendig ist.

  • Die Geister entwickeln sich immer. In ihren vielfältigen körperlichen Existenzen können sie stagnieren. Sie entwickeln sich aber nie zurück. Die Schnelligkeit ihrer intellektuellen und moralischen Fortschritte ist abhängig von den Bemühungen, die sie machen, um die Vollkommenheit zu erlangen.

  • Die Geister können verschiedenen Klassen zugeordnet werden, je nach der Vollkommenheitsebene, die sie erreichen konnten: reine Geister, die schon die höchste Vollkommenheitsebene erreichten; gute Geister, in denen der Wunsch nach dem Guten überwiegt; unvollkommene Geister, die sich durch die Unwissenheit, den Wunsch nach dem Bösen und die niederen Leidenschaften auszeichnen.

  • Die Beziehungen zwischen den Geistern und den Menschen sind permanent und existierten schon immer. Die guten Geister beeinflussen uns zum Guten, geben uns die Unterstützung in den Prüfungen des Lebens und helfen uns, diese Prüfungen mit Mut und Ergebung zu verkraften. Die unvollkommenen Geister treiben uns zum Fehltritt an.

  •  Jesus ist der Weg und das Vorbild für die ganze Menschheit. Und die Lehre, die er ausgeübt und uns gelehrt hat, ist der reinste Ausdruck des göttlichen Gesetzes.

  • Die Moral Christi, im Evangelium enthalten, ist der Leitfaden zu der sicheren Entwicklung aller Menschen. Die Praxis der christlichen Moral ist zugleich die Lösung für alle menschlichen Probleme und das zu erreichende Ziel der Menschheit.

  • Der Mensch besitzt den freien Willen zu agieren, haftet aber für die Folgen seiner Taten.

  • Das künftige Leben bringt dem Menschen Strafen und Belohnungen, seinem Verhalten gegenüber dem göttlichen Gesetz entsprechend.

  • Das Gebet ist eine Tat der Gottesanbetung, die zu den Naturgesetzen gehört, und die einem angeborenen Gefühls des Menschen entspringt, sowie der angeborenen Idee der Existenz des Schöpfers.

  • Das Gebet macht den Menschen besser. Derjenige, der mit Inbrunst und Vertrauen betet, macht sich selbst widerstandsfähiger gegen die Versuchung des Bösen, und Gott sendet ihm gute Geister, um ihm zu helfen. Das ist eine Hilfe, die ihm nie verweigert wird, wenn er mit Aufrichtigkeit darum betet.

 

Spiritistische Praxis
  • Alle spiritistische Praxis ist kostenlos, wie im folgenden Prinzip des Evangeliums dargelegt ist: "Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch" (Matthäus 10:8).

  • Die spiritistische Praxis wird mit Einfachheit und ohne Rituale ausgeführt, gemäss dem christlichen Prinzip, dass Gott im Geist und in der Wahrheit angebetet werden soll (Johannes 4:23).

  • Der Spiritismus hat keine Priester oder priesterliche Zuordnung und verwendet in seinen Sitzungen und in seiner Praxis: keine Altäre, keine Bilder, keine Traggerüste, keine Kerzen, keine Prozessionen, keine Sakramente, keine Vergebung der Sünden, keine Paramente, keine alkoholische oder berauschende Getränke, keinen Weihrauch, keinen Tabak, keine Talismane, keine Amulette, keine Horoskope, kein Kartenlegen, keine Pyramiden, keine Kristalle, keine Rituale oder Formen externen Kultes.

  • Der Spiritismus bürdet seine Prinzipien den Interessenten nicht auf. Er lädt sie ein, seine ganze Lehre durch eigene Vernunft zu überprüfen, bevor sie diese akzeptieren.

  • Die Mediumnität (Medialität), die die Kommunikation zwischen den Geistern und dem Menschen ermöglicht, ist eine Gabe, die vielen Personen in die Wiege gelegt worden ist. Sie ist ganz unabhängig von der Lehreinrichtung,  Lebensphilosophie oder Religion, die man sich zu eigen macht.

  • Die spiritistische Praxis der Mediumnität ist nur diejenige, die unter den Prinzipien der spiritistischen Lehre und unter der christlichen Moral durchgeführt wird.

  • Der Spiritismus respektiert alle Religionen und Lehren, verleiht Wert allen Bemühungen für die Praxis des Guten, arbeitet für die Verbrüderung und für den Frieden zwischen allen Völkern und Menschen, unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Staatsangehörigkeit, Glaube oder Gesellschaft- bzw. Kulturebene. Er erkennt, dass „der wahre Ehrenmensch derjenige ist, der in der höchsten Reinheit dem Gesetz der Gerechtigkeit, der Liebe und der Nächstenliebe folgt“.

Trecho extraido do site da União Espírita Alemã (UEA):

http://www.spiritismus-dsv.org/portugues/o_que_e_o_espiritismo.htm

Allan Kardec

Nascido em Lyon, França, no dia 3 de outubro de 1804 e desencarnado em Paris, França, no dia 31 de março de 1869.

"Fé inabalável é somente aquela que pode encarar a razão, face a face, em todas as épocas da humanidade"

O seu verdadeiro nome era Hippolyte Léon Denizard Rivail. "Hippolyte" em família; "Professor Rivail" na sociedade e "H.L.D.Rivail" na literatura. Aos 18 anos já era mestre colegial de Ciências e Letras, e, desde os 20 anos renomado autor de livros didáticos.

Estudou em Yverdun, Suiça, no instituto do célebre pedagogo e filantropo Johann Heinrich Pestalozzi, de quem se tornou um eminente discípulo e colaborador. Ele foi instruido segundo o método racionalista de Pestalozzi, o qual estimulava o sentido natural de observação promovendo a capacidade de pensar. Esse método recomendava aos estudantes que sempre buscassem a razão e a finalidade de tudo. Desta forma a atenção e a percepção eram estimuladas. Esse tipo de educação e instrução influiu decisivamente sobre os métodos empregados por Allan Kardec para a codificação da Doutrina Espírita. Aplicou-se à propaganda do Sistema de Educação que exerceu grande influência sobre a reforma dos estudos na França e na Alemanha. Falava os idiomas: alemão, inglês, italiano, espanhol e holandês.

Rivail, o educador

Fundou em Paris - com sua esposa Amélie Gabrielle Boudet - um estabelecimento semelhante ao de Pestalozzi em Yverdun. Escreveu gramáticas, aritméticas, estudos pedagógicos superiores; traduziu obras inglesas e alemãs. Organizou, em sua casa, cursos gratuítos de Química, Física, Astronomia e Anatomia Comparada.

Membro de várias sociedades, notadamente da Academia Real de Arras, foi premiado, por concurso, em 1831, com a monografia: "Quais são as modificações úteis e fáceis de introduzir no ensino atual das Escolas para melhor adequá-lo com o estado da civilização e as necessidades da época?" Dentre as suas obras destacam-se: Plano apresentado para o melhoramento da instrução pública (1828); Curso prático e teórico de aritmética (1829, segundo o método de Pestalozzi); e Gramática francesa clássica (1831).

Kardec, o codificador

Foi em 1854 que o Prof. Rivail ouviu falar das mesas girantes, fenômeno mediúnico que agitava a Europa. Ele passa entäo a observar estes fenômenos; pesquisando-os cuidadosamente, graças ao seu espírito de investigação, que sempre lhe fora peculiar. Nunca formulou teorias pré-concebidas, observava atentamente, comparava, deduzia as consequências. Procurava sempre a razão e a lógica dos fatos. Usou o método experimental (Método da Experimentação), que aprendera com Pestalozzi, e com o qual já estava familiarizado na função de educador. Partindo dos efeitos, o Professor Rivail remontou às causas e reconheceu a autenticidade daqueles fenômenos

Convenceu-se da existência dos Espíritos e de sua comunicação com os homens. Interrogou os Espíritos, anotou e ordenou os dados que obteve. Por isso é chamado "Codificador do Espiritismo". Os autores do Espiritismo são os Espíritos Superiores.


Quando ele viu, que tudo aquilo formava um conjunto e tomava as proporções de uma Filosofia, decidiu publicar um livro, para instrução de todos. Assim, publicou "O Livro dos Espíritos" em 18 de abril de 1857, em Paris. Adotou o pseudônimo Allan Kardec, a fim de diferenciar a obra espírita das obras pedagógicas anteriormente publicadas por ele.

Em janeiro de 1858, Kardec lançou a "Revue Spirite" (Revista Espírita) e fundou a Sociedade Parisiense de Estudos Espíritas. Em seguida publicou "O que é o Espiritismo" (1859), "O Livro dos Médiuns" (1861), "O Evangelho segundo o Espiritismo" (1864), "O Céu e o Inferno" (1865) e "A Gênese" (1868).

Kardec faleceu em Paris, em 31 de março de 1869, aos 64 anos, em razäo da ruptura de um aneurisma. Seu corpo está enterrado no cemitério "Père Lachaise", em Paris, França.


Seus amigos reuniram textos inéditos e anotações de Allan Kardec no livro "Obras Póstumas", que foi lançado em 1890.

(Fonte: Adaptado de FEB, FEESP e União Espírita Alemã (UEA):

http://www.spiritismus-dsv.org/portugues/o_que_e_o_espiritismo.html)

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